Marketingtechnologie Mobile Advertising

Veröffentlicht auf von advance-advertising.over-blog.de

Mobile Marketing umschreibt Marketingmaßnahmen, die drahtlose Kommunikationsmittel mit mobilen Endgeräten verwenden und das Ziel verfolgen, Konsumenten so direkt wie möglich zu erreichen und zu einem Verhalten, in den meisten Fällen einem Kauf, zu animieren. Jede Art von kommunikativen Aktivitäten geschäftlicher Natur, bei denen die Anbieter Leistungen aufgrund von mobilen Endgeräten aufbauen, wird als Mobile Marketing bezeichnet. Diese Aktivitäten können in digitalen Inhalten (Spiele, Lieder, Videos), Informationen und Nachrichten, aber auch aus Videostreaming und Shoppingmöglichkeiten bestehen. Im Idealfall führt das dann zu einem Verkaufsabschluss, von dem wiederum der Betreiber des Mobile Marketing profitiert.

Um diese Marketingtechnologie umzusetzen kommen Funktechnologien wie UMTS/HSDPA, Wireless LAN und Bluetooth zum Einsatz. Diese werden in Verbindung mit mobilen Endgeräten angewandt, um eine dauerhafte Kundenbeziehung aufzubauen und die Erlaubnis der Kunden zu erhalten, ihm immer wieder maßgeschneiderte Angebote zukommen zu lassen. Innerhalb des Mobile Commerce ist das mobile Marketing ein wichtiger Teilbereich, der auch in Zukunft von zunehmender Bedeutung sein wird. Allerdings gibt es noch kein einheitliches Verständnis und auch keine generelle Linie dieser Maßnahmen, so dass es häufig auf SMS, MMS oder mobiles Internet begrenzt wird. Je nach Land, in dem die Maßnahmen eingesetzt werden, muss bei den mobilen Endgeräten eine Identifizierung möglich sein, weshalb es nicht unerhebliche Zweifel gibt, ob mit den Daten der Kunden umsichtig umgegangen wird. Mit anderen Worten: die Datenschützer warnen vor dem zu legèren Umgang mit seinen persönlichen Daten, was die Werbemaßnahmen und Marketingmaßnahmen im mobilen Bereich zusätzlich erschweren. Darüber hinaus bestehen Schwierigkeiten, die Dienste genau auf die Bedürfnisse und die Mobilität der Kunden zuzuschneidern, denn in vielen Fällen ist die Lebenssituation der Kunden nicht mit den beschränkten Darstellungs- und Eingabemöglichkeiten der kleinen mobilen Endgeräte vereinbar. Hinzu kommt außerdem, dass die kleinen Endgeräte über ihre mobilen Funknetzwerke nicht auf eine große Bandbreite zurückgreifen können, weshalb erst weitere technische Fortschritte in diesem Bereich ein wesentlich größeres Einsatzfeld für mobiles Marketing schaffen werden, denn im Moment kann die Verbindungsqualität auch immer noch mit der Bewegung des Nutzers erheblich schwanken.

Bis vor kurzem war man sich auch in der Begriffsbestimmung nicht einig. Auf der OMD 2007 in Düsseldorf beherrschte das Mobile Marketing die Gespräche, allerdings war eine eindeutige Begriffsbestimmung schwierig, denn die Worte Mobile Marketing, Advertising und Wireless Advertising wurden stets synonym verwendet. Auch eine schleierhafte Erweiterung um den Begriff des Performance Marketing erschwerte die Begrifflichkeit erneut. Denn dieser genauso junge Ansatz des digitalen Marketings ist bisher kaum bekannt und gewinnt erst langsam unter Werbetreibenden und Online-Vermarktern an Bedeutung. Umso wichtiger ist es daher ein einheitliches Begriffsverständnis für das performance based Mobile Marketing und Mobile Advertising zu schaffen, auch wegen einer bisher fehlenden Definition in der Wissenschaft.

Ein erster Hinweis auf die Bedeutung von Mobile Marketing findet sich in der Definition von Möhlenbruch und Schmieder:

Unter Mobile Marketing (M-Marketing) soll die Planung, Durchführung und Kontrolle von Marketingaktivitäten bei der Nutzung von Technologien zur kabellosen Datenübertragung auf mobile Endgeräte im Rahmen einer marktorientierten Unternehmensführung verstanden werden.“

[Vgl. Möhlenbruch, D. / Schmieder, U. (2002): Mobiles Marketing als Schlüsselgröße für Multichannel-Commerce, in: Silberer, T. / Wohlfahrt, J. / Wilhelm T. (Hrsg.): Mobile Commerce. Grundlagen, Geschäftsmodelle, Erfolgsfaktoren, 1. Auflage, Wiesbaden, S. 67-89., S. 77]

Wohlfahrt nutzt den Begriff Wireless Advertising auf folgende Weise:

Unter […] Wireless Advertising wird [...] die kampagnenorientierte Unterstützung der Marketing- und Kommunikationspolitik auf mobilenEndgeräten durch den Einsatz mobiler Datendienste verstanden – die über die bloße Sprachtelefonie hinausgehen“

[Wohlfahrt, J. (2002): Wireless Advertising, in: Wilhelm, T / Silberer, G. / Wohlfahrt, J. (Hrsg.): Mobile Commerce. Grundlagen, Geschäftsmodelle, Erfolgsfaktoren, Wiesbaden, S. 245-263]

Mittlerweile versucht man die unklare Begriffsbedeutung zu verdeutlichen, indem man einen Segmentierungsansatz aufgrund der Werbeinstrumente vornimmt. Dabei wird Mobile Marketing in drei Typen kategorisiert: Mobile Direct Response, Mobile Permission Marketing sowie Mobile Advertising und demnach gehören SMS, MMS, Bluetooth zwar sowohl in Mobile Dirext Response Marketing und Mobile Permission Marketing aber das erste ist pull-,das letzte push-basiert. Beim pull-basierten Mobile Advertising werden im Gegensatz dazu Textlinks, Banner, On/Off-Portale, Games, Videos und die mobile Suche verwendet. In Anlehnung an die Definitionen der Werbeindustrie wird für Mobile Advertising und Marketing folgende veränderte Begriffsdeutung verwendet:

"Mobile Marketing sind sowohl push- als auch pull-basierte Werbemaßnahmen, die im Rahmen mobile Messaging-Dienste an Rezipienten gerichtet werden."

"Mobile Advertising ist ausschließlich pull-basierte Werbung im mobilen Internet".

Mittlerweile dürfte die Begriffsbestimmung also etwas klarer geworden sein, es besteht allerdings weiterhin technischer Bedarf und vor allem eine gewisse Aufklärungsarbeit bei den Usern, um mehr Benutzer zu werben und die mobilen Marketingmaßnahmen gewinnbringend einzusetzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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